Fragen zum Buddhismus
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Licht Chenrezig

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Beitrag von Turmalin Fr Nov 01, 2013 1:08 am

Bin grade in der peniblen Phase.
Bei mir im Text steht, dass Buddha Chenrezig fünffarbiges Licht ausstrahlt. Aber sein Mantra hat 6 Silben und jede Silbe hat eine Farbe. Allerdings ist eine davon weiß. Aber weisses Licht kann ein Buddha doch auch ausstrahlen.
Regenbogen hat auch mehr als 5 Farben.
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Beitrag von voom Fr Nov 01, 2013 1:55 am

Wenn Du es haarspalterisch willst: Weiss ist keine Farbe Wink
Oder ein anderes: klares Licht kann man nicht sehen....
Vielleicht ist "5-farbig" auf tibetisch auch gleichbedeutend mit "bunt" Wink

Man könnte auch argumentieren, dass das OM nicht zu seinem Mantra dazugehört, weil es der universelle Ursprung aller Mantras ist. z.B. ist das Mantra von Manjushri OM AH RA PA TSA NA DHI - im MO-Orakel wird aber nur mit den Silben AH RA PA TSA NA DHI und deren Farben und Elementen gearbeitet.
Dann ist noch die Frage, wo die Zuordnung der Farben zu den Silben herkommt, die Du meinst und ob das ins gleiche System gehört. Eine Silbe HAT keine Farbe - das ist eine blosse Zuordnung, die in jedem System anders sein kann.
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Beitrag von Turmalin Fr Nov 01, 2013 2:03 am

fünffarbig kann doch Regenbogenlicht mit gemeint sein. Ich sage Regenbogenlicht, das gefällt mir.
Zum thema Haarspalterei.
Das kann ein riesen Praxis- Problem sein. Dass man alles weiß und null verwirklicht ist.

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Beitrag von voom Fr Nov 01, 2013 2:14 am

Wo steht denn "5-farbiges Licht"? In der Übersetzung die ich habe steht Regenbogenlicht, von 5-farbig ist nur bei dem Tuch um seine Hüften in der Beschreibung die Rede, wo das 5-farbig dafür steht, dass er "alle Arten der Einweihung" beherrscht. Ich würde sagen, so als "wilder Yogi": dazu gehört dann auch sicher die Hilfe bei der Selbstermächtigung Wink
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Beitrag von voom Fr Nov 01, 2013 2:20 am

Es gibt ja immer zwei Ebenen: in meiner eigenen Praxis würde ich mich komplett entspannen. Die Buddhas wissen schon, was ich brauche. Wenn ich aber eine Übertragung bewahren oder etwas für andere übersetzen oder erstellen soll, dann ist die Haarspalterei absolut angemessen. Denn es ist ja schon so, dass die Symbolik eine klare Bedeutung hat (innerhalb des jeweiligen Bezugssystems). Und wenn Du das dann - für andere - anders machst, dann wird vielleicht wieder jemand anders verwirrt sein, der beides in die Hände bekommt und sich fragt, warum es mal so und mal so ist.

Ich hatte mal die Idee, in meinem Zufluchtsbaum in der Mitte bei der Meditation statt Vajradhara meinen Lama als Guru zu setzen. Ich wollte das auch wirklich auf dem Thangka-Poster ändern, das ich als Meditationsvorlage verwendet habe. Ich habe dann einen Lehrer gefragt, ob das in Ordnung wäre. Der sagte: solange ich das für mich mache, ist das meine Verantwortung und die Ermächtigung zum Guru-Yoga würde mir da freie Hand lassen. ABER: niemals sollte ich das so an andere weitergeben oder gar veröffentlichen. Das wäre eine komplett andere Geschichte. Leuchtet mir ein, und so halte ich es seitdem: ich verändere etwas wenn dann nur für mich. WENN ich etwas weitergebe, dann nehme ich selbt die Verantwortung in die Hand und gebe etwas Eigenes "im Stil von"
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Beitrag von Admin Fr Nov 01, 2013 3:27 am

also ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum so häufig so konkrete Fragen zur Tantra-Praxis kommen.
Ich möchte die Antworten von Voom nicht bezweifeln.

Aber entweder jemand hat eine Einweihung bekommen und hat dann das entsprechende Vertrauen in die Praxis oder die Einweihung sollte wiederholt werden, bzw. der Text sollte intensiver studiert werden.

Solche Probleme sind für mich ein Zeichen das vertrauen in die Praxis oder in den Guru selbst fehlt.

Genau deshalb praktiziert man ja so intensiv die vorbereitenden Übungen und insbesondere Guruyoga.
Sonst lässt sich der Geist von solchen Details ablenken.

Also mein Rat als Dzogchen praktizierender wäre deshalb Guruyoga oder eine sonstige Praxis die dich mit deinem Guru verbindet. Sonst kann die weitere Praxis nicht zu guten Ergebnissen führen egal wie präzise die Erläuterungen auch sein mögen.

Liebe Grüße
Tobias

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Beitrag von Turmalin Fr Nov 01, 2013 4:27 am

voom schrieb:Wo steht denn "5-farbiges Licht"? In der Übersetzung die ich habe steht Regenbogenlicht, von 5-farbig ist nur bei dem Tuch um seine Hüften in der Beschreibung die Rede, wo das 5-farbig dafür steht, dass er "alle Arten der Einweihung" beherrscht. Ich würde sagen, so als "wilder Yogi": dazu gehört dann auch sicher die Hilfe bei der Selbstermächtigung Wink
bei mir im Praxistext steht: 5 farbiges Licht. Ich kann noch mal die Mitschrift des Vortrags von Ringu Tulku durchwühlen. Aber mich inspiriert halt das Wort: Regenbogenlicht.
Einmal kommt auch die Beschreibung des Lotos in deinem Text vor: Durchsichtig und leicht regenbogenfarbig.I love you  Das gefälllt mir, es inspiriert mich.I love you

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Beitrag von Turmalin Fr Nov 01, 2013 5:47 am

voom schrieb:Es gibt ja immer zwei Ebenen: in meiner eigenen Praxis würde ich mich komplett entspannen. Die Buddhas wissen schon, was ich brauche. Wenn ich aber eine Übertragung bewahren oder etwas für andere übersetzen oder erstellen soll, dann ist die Haarspalterei absolut angemessen. Denn es ist ja schon so, dass die Symbolik eine klare Bedeutung hat (innerhalb des jeweiligen Bezugssystems). Und wenn Du das dann - für andere - anders machst, dann wird vielleicht wieder jemand anders verwirrt sein, der beides in die Hände bekommt und sich fragt, warum es mal so und mal so ist.  

Ich hatte mal die Idee, in meinem Zufluchtsbaum in der Mitte bei der Meditation statt Vajradhara meinen Lama als Guru zu setzen. Ich wollte das auch wirklich auf dem Thangka-Poster ändern, das ich als Meditationsvorlage verwendet habe. Ich habe dann einen Lehrer gefragt, ob das in Ordnung wäre. Der sagte: solange ich das für mich mache, ist das meine Verantwortung und die Ermächtigung zum Guru-Yoga würde mir da freie Hand lassen. ABER: niemals sollte ich das so an andere weitergeben oder gar veröffentlichen. Das wäre eine komplett andere Geschichte. Leuchtet mir ein, und so halte ich es seitdem: ich verändere etwas wenn dann nur für mich. WENN ich etwas weitergebe, dann nehme ich selbt die Verantwortung in die Hand und gebe etwas Eigenes "im Stil von"
ok, das ist nun sehr interessant.
Ich habe noch mal die Mitschrift der Vortragswoche mir Ringu Tulku durchgesehen.
Er liest da den tibetischen Text vor. Übersetzt es dann ins Englische.( RT spricht perfekt Englisch und arbeitet als Übersetzer für den Karmapa). Und da sagt er eben: Fünffarbiges Licht.Five colours. Da geht er dann aber nicht näher drauf ein. Ich gehe mal schwer davon aus, dass es ihm auch nichts sagt. Aber es steht eben da so.
Es gibt da noch eine SAche: Der Text fängt an mit:" Über meinem Kopf und dem Kopf aller Wesen befindet sich eine weisse Lotosblüte...."
Ringu Tulku schlägt ganz klar vor, sich die Lotosblüte mit Chenrezig vor sich vorzustellen. Trotzdem heisst der Text: " Über meinem Kopf"...
ich werde für mich sagen: " Vor mir... befindet sich".

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Beitrag von voom Fr Nov 01, 2013 6:01 am

Ach weisst Du vermutlich sieht der Gute ohnehin überall alle Wesen als Chenrezig, vor sich, über sich, hinter sich - halt überall wo Wesen auftauchen können... Wink

Ich kann da aber wieder nur sagen: frag ihn selbst, warum er das sagt, welche Bedeutung die Unterschiede haben, oder ob sie keine Bedeutung haben.
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Beitrag von Turmalin Fr Nov 01, 2013 6:08 am

nee, ich sollte nichts über ihn denken. Aber ich kann ja alleine über meine Praxis denken. Ich kann nicht so Guru- gläubig sein. Wenn mein innerer Guru sagt: Regenbogenlicht und den Chenrezig vor dir vorstellen, dann ist das so.
Ich seh aber ein: Im Fall, dass wir das in Khen Rinpoches Zentrum anbieten, brauche ich den Text im Original für ihn und dann sagt er, wie es gemacht werden soll.

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